Irak-Geisel Krause: Chronik der Entführung - DER SPIEGEL
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Irak-Geisel Krause Chronik der Entführung

Vor über fünf Monaten wurden die Deutsche Hannelore Krause und ihr Sohn Sinan im Irak entführt - am Mittwoch kam die Mutter frei. Die Chronik des Geiseldramas.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

6. Februar: Die 61 Jahre alte Hannelore Krause und ihr Sohn Sinan werden aus ihrem Haus in Bagdad verschleppt, wo sie seit vielen Jahren leben.

10. März: Die Entführer drohen mit der Hinrichtung der beiden Geiseln, wenn Deutschland nicht rasch seine Truppen aus Afghanistan abziehe. Die Kidnapper melden sich unter dem Namen Brigade der Pfeile der Rechtschaffenheit zu Wort. Hannelore Krause fleht laut einer arabischen Übersetzung Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an, ihr Leben zu retten. Die Kidnapper lassen das Ultimatum von zehn Tagen verstreichen.

14. März: Bundespräsident Horst Köhler appelliert in einer Fernsehbotschaft an die Entführer, die beiden Geiseln umgehend freizulassen. Der Appell des Bundespräsidenten wird als Zeichen gewertet, dass die deutschen Behörden die politische Dimension des Geiseldramas ernst nehmen.

16. März: In einer Videobotschaft appellieren Mohammed al-Tornachi, der Ehemann von Hannelore Krause, und die frisch vermählte Braut ihres Sohnes Sinan an die Entführer, die Geiseln freizulassen.

18. März: Der Islamrat für Deutschland ruft die Entführer auf, ihre Geiseln sofort freizulassen.

3. April: In einer Internet-Botschaft setzen die Entführer Deutschland erneut eine Frist von zehn Tagen zur Erfüllung ihrer Forderung. In einem fünf Minuten und dreißig Sekunden dauernden Video wird die Deutsche zusammen mit ihrem Sohn gezeigt, wie sie um die Erfüllung der Forderungen der Geiselnehmer bittet.

11. Juli: Außenminister Frank-Walter Steinmeier gibt in Berlin die Freilassung Krauses bekannt. Sie ist seit Dienstag in Freiheit und befindet sich in der Obhut der deutschen Botschaft in Bagdad.

jam/afp