Irak: Gewalt zwischen Schiiten - DER SPIEGEL
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Irak Gewalt zwischen Schiiten

In Nadschaf und in Bagdad haben sich Anhänger und Gegner des radikalen Predigers Muktada al-Sadr schwere Kämpfe geliefert. Mehrere Menschen wurden getötet.
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Bagdad - Nach Angaben eines Krankenhauses wurden in der Schiiten-Hochburg Nadschaf mindestens sechs Menschen getötet und Dutzende verletzt. An den Kämpfen waren Anhänger des radikalen Predigers Muktada al-Sadr und der regierungstreuen Badr-Brigaden beteiligt.

Ein Sprecher Sadrs machte die Badr-Brigaden für den Ausbruch der Gewalt verantwortlich, die zur einflussreichsten Schiiten-Partei in der Regierungskoalition gehört. Sadr versetzte seine Milizen in erhöhte Alarmbereitschaft. Der radikale Prediger hat bereits zwei Aufstände gegen die US-geführten Truppen und die Nachkriegsregierung im Irak geführt.

Auch in der irakischen Hauptstadt Bagdad gab es schwere Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Schiiten-Gruppen.

Zuvor war es dort zu einem der schwersten Straßenkämpfe zwischen Polizisten und Rebellen seit Monaten gekommen. Nach einem Selbstmordanschlag und einer anschließenden Schießerei kamen mindestens 15 Menschen ums Leben. Weitere 59 Menschen wurden verletzt. Mindestens sechs Polizeifahrzeuge gingen in Flammen auf. Zu Hilfe geschickte Polizisten mussten in ihren Fahrzeugen im Feuer der Aufständischen umkehren, die mit Panzerfäusten und Sturmgewehren bewaffneten waren. Ein Polizist sprach von einem regelrechten Kugelhagel, dem er ausgesetzt gewesen sei.

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