Irak: Großbritannien und USA erwägen Einführung der Todesstrafe - DER SPIEGEL
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Irak Großbritannien und USA erwägen Einführung der Todesstrafe

Einem Bericht der "Times" zufolge beraten Großbritannien und die USA darüber, die Todesstrafe im Irak wieder einzuführen. Damit soll die zunehmende Gewalt eingedämmt werden.
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London - Mit ihren Beratungen reagierten die Regierungen laut "Times" auf Forderungen führender irakischer Politiker. Diese plädierten für die Todesstrafe, weil sie sich erhoffen, damit die zunehmende Gesetzlosigkeit zügeln zu können.

Die britische Menschenrechtsbeauftragte im Irak, Ann Clwyd, sagte der Zeitung, obwohl ihre Regierung die Todesstrafe ablehne, diskutiere sie über Forderungen von Mitgliedern des Regierenden Rates im Irak, die die Todesstrafe wieder in Kraft setzen wollten. Viele Iraker seien frustriert, weil die grassierende Gesetzlosigkeit weit gehend ungestraft bleibe. "Ich verstehe die Gefühle der Menschen im Irak, weil sie Rache wollen. Aber Rache kann es auf verschiedene Weisen geben", sagte Clwyd.

Unter der Regierung von Präsident Saddam Hussein war die Todesstrafe üblich. Sie war aber kurz nach dem Sturz Saddams durch die US-geführten Truppen Anfang April ausgesetzt worden.