Irak Islamisten sollen Italiener umgebracht haben
Rom - Das Außenministerium in Rom ging gestern Abend entsprechenden Aussagen eines irakischen Journalisten nach. Dessen Angaben zufolge trug das Opfer einen Pass auf den Namen Salvatore Santoro mit sich. Eine Gruppe namens Islamische Bewegung für die Mudschahedin des Westiraks habe ihn in eine verlassene Gegend nahe der Stadt Ramadi geführt und ihm eine Leiche gezeigt, sagte der Journalist der Nachrichtenagentur AP. Ob der Tote tatsächlich Ausländer gewesen sei, habe er nicht klar erkennen können.
Das italienische Außenministerium erklärte, Santoro habe im November bei einem Besuch bei der italienischen Botschaft in Libanon erklärt, er wolle für eine britische Hilfsorganisation in den Irak reisen. Anfang Dezember habe er dann die italienische Botschaft in Jordanien aufgesucht. Mit der Botschaft in Bagdad habe er allerdings nie Kontakt aufgenommen, obwohl man ihm erklärt habe, dass dies notwendig sei, schrieb das Außenministerium in einer Pressemitteilung. Der 52-jährige Santoro lebe schon seit Jahren in Großbritannien.
Vizeminister in Bagdad erschossen
Unbekannte haben in Bagdad ein ranghohes Mitglied des Kommunikationsministeriums getötet. Der stellvertretende Minister Kassim Mehawi wurde nach Polizeiangaben auf dem Weg zur Arbeit aus einem fahrenden Auto heraus erschossen. Acht seiner Leibwächter wurden bei dem Anschlag verletzt. Regierungsbeamte sind häufig Ziel von Anschlägen Aufständischer, die sie der Kollaboration mit den Amerikanern bezichtigen.