Irak: Jeder dritte Minister wird gefeuert - DER SPIEGEL
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Irak Jeder dritte Minister wird gefeuert

Bei der Kabinettsumbildung im Irak wird Regierungschef Nuri al-Maliki etwa jeden dritten Minister austauschen. Unfähige Ressortleiter sollten durch Technokraten ersetzt werden, hatte der Ministerpräsident angekündigt.
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Bagdad - Maliki wolle in den kommende Wochen zehn der 27 Minister seines Kabinetts austauschen, sagte der Abgeordnete Abbas al-Bajati, ein einflussreicher Politiker von Malikis Schiiten-Allianz. Sechs dieser Minister kämen aus den Reihen der Schiiten- Allianz.

Maliki hatte zuvor angekündigt, er wolle unfähige Minister, die nur durch das zwischen den Parteien ausgehandelte Quotensystem zu ihren Posten gekommen seien, durch Technokraten ersetzen. Viele Iraker klagen darüber, dass die Parteien, die von ihren Mitgliedern geleiteten Ministerien wie ihren "Besitz" verwalteten und jede Gelegenheit nutzten, sich zu bereichern.

In einer Umfrage begrüßten viele irakische Politiker Malikis Plan, sein Kabinett umzubilden. Allerdings glauben danach nur wenige, dass dies Gewalt und Chaos im Lande beenden kann. Der Abgeordnete Salim Abdullah von der sunnitischen Konsensfront sagte: "Es ist Malikis Recht, Minister auszutauschen, aber das eigentliche Problem sind nicht die Minister, sondern die (schiitischen Partei-)Milizen".

als/dpa

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