Irak-Krieg: Rice räumt tausende Fehler ein - DER SPIEGEL
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Irak-Krieg Rice räumt tausende Fehler ein

Erstmals hat Condoleezza Rice öffentlich von falschen Entscheidungen der USA im Irak gesprochen. Die Außenministerin räumte ein, ihr Land habe bei der Invasion "tausende" taktische Fehler begangen.
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Blackburn - Manches sagt sich offenbar auf fremdem Boden leichter als in der Heimat. Weit entfernt von Zuhause  - in der britischen Stadt Blackburn - hat sich die US-Politikerin zu dem Eingeständnis durchgerungen: "Ich weiß, dass wir taktische Fehler gemacht haben, tausende, da bin ich sicher", sagte Rice bei einer Veranstaltung des außenpolitischen Forschungsinstituts Chatham House.

Das Vorgehen der USA gemeinsam mit ihrem britischen Verbündeten beim Einmarsch vor drei Jahren sei jedoch nach dem dabei verfolgten strategischen Ziel zu bewerten, also dem Sturz des damaligen irakischen Machthabers Saddam Hussein zur Ermöglichung einer demokratischen Entwicklung des Landes. Bei einem Blick auf die Geschichte gehe es um die Frage: "Hast Du die richtige strategische Entscheidung getroffen?", sagte die US-Chefdiplomatin weiter.

"Ich bin sicher, dass Doktorarbeiten über die Fehler der Bush-Regierung geschrieben werden und ich werde einige davon betreuen, wenn ich zurück nach Stanford gehe", sagte Rice, die an der kalifornischen Eliteuniversität Internationale Beziehungen lehrte, bevor sie in die Politik ging. Rice hatte zuvor bereits gesagt, die USA hätten beim Wiederaufbau des Iraks Fehler gemacht und zu spät irakische Sicherheitskräfte ausgebildet. Mit ihrer jüngsten Einschätzung räumte sie erstmals die Möglichkeit weitreichender Fehler in der Irakpolitik der USA ein.

Rice wird noch bis Sonntag in Blackburn, dem Wahlkreis ihres britischen Kollegen Jack Straw, bleiben. In der alten Industriestadt besuchte sie eine Schule sowie die örtliche Fußballmannschaft Blackburn Rovers. Die Besuche waren von Protesten gegen die Irakpolitik der USA und Großbritanniens begleitet.

ler/AFP

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