Irak Labortests bestätigen Sarin-Fund
Washington - Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums in Washington gab die Testergebnisse gestern bekannt. Wie der Nachrichtensender CNN berichtete, konnte bei den Tests nicht geklärt werden, wie alt das Gas war.
Die Artilleriegranate mit einem Kaliber von 155 Millimetern war vor zehn Tagen von einer Patrouille der US-Armee in der Nähe des Bagdader Flughafens gefunden worden. Bei der Entschärfung explodierte der Sprengsatz und setzte dabei nach Angaben von US-General Mark Kimmitt sehr geringe Mengen des Nervengases frei. Zwei US-Soldaten waren dabei verletzt worden. Erste Tests hatten zu diesem Zeitpunkt bereits ergeben, dass es sich um Sarin handelt. Die Tests in den USA haben dies jetzt noch einmal bestätigt.
US-Präsident George W. Bush hatte im vergangenen Jahr den Krieg zum Sturz Saddam Husseins unter anderem mit der angeblichen Existenz von Massenvernichtungswaffen begründet. Bislang ist unklar, ob es noch weitere Sprengköpfe mit Resten des Nervengases gibt und ob die Attentäter überhaupt wussten, dass die Granate Sarin enthielt.