Irak: London schließt Atom-Gegenschlag nicht aus - DER SPIEGEL
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Irak London schließt Atom-Gegenschlag nicht aus

Bei Angriffen des Irak mit biologischen oder chemischen Waffen auf Briten fühlt sich die Regierung in London zu einem atomaren Gegenschlag berechtigt. Eine Erlaubnis der Uno sei dafür nicht notwendig, stellte Verteidigungsminister Geoff Hoon klar.
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London - Wenn der Irak britische Truppen oder Zivilisten mit solchen Waffen attackiere, "dann sollten wir uns die Option offen halten, Atomwaffen einzusetzen", sagte Hoon am Sonntag im Fernsehsender ITV. Die bestehenden Resolutionen der Vereinten Nationen würden ausreichen, um einen solchen Schritt prinzipiell als Selbstverteidigung zu rechtfertigen.

Unterstützung bekam Hoon von seinem Kabinettskollegen Jack Straw. Iraks Staatschef Saddam Hussein sei seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen, sagte der Außenminister. Er spielte damit auf die Weigerung Saddams an, Uno-Waffeninspekteure ins Land einreisen zu lassen.

Die britische und die US-Regierung hätten noch keine Entscheidung über ein mögliches militärisches Vorgehen gegen den Irak getroffen, ein solcher Schritt werde aber in Einklang mit dem Völkerrecht stehen. "Niemand will eine Militäraktion", und es liege in Saddams Händen, diese zu verhindern, sagte Straw dem Fernsehsender BBC.