Irak: Mindestens 80 Tote - DER SPIEGEL
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Zuckerfest Sehr viele Tote bei Bombenanschlag im Irak

In einer irakischen Stadt nordöstlich von Bagdad ist eine Autobombe explodiert - inmitten der Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan. Mehr als 80 Menschen wurden getötet.
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Bei der Explosion einer Autobombe im irakischen Khan Bani Saad sind laut der Nachrichtenagentur Reuters mindestens hundert Menschen getötet worden. Reuters beruft sich auf Informationen von Polizei und Krankenhäusern. Der Nachrichtensender CNN berichtet ebenfalls unter Berufung auf die Polizei und Beamte der Gesundheitsbehörden von mindestens 86 Toten und mehr als hundert Verletzten.

Der Lastwagen mit Sprengstoff explodierte auf einem belebten Markt, während Bewohner das Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan feierten. Mehrere Gebäude sollen eingestürzt sein und Menschen unter sich begraben haben. Khan Bani Saad liegt rund 30 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bagdad.

Der "Islamische Staat" (IS) bekannte sich zu der Attacke und erklärte über Twitter, der Anschlag habe schiitischen Muslimen gegolten. Er sei Vergeltung für die Tötung von Sunniten in der Region. Anhänger der Terrororganisation hatten in der Vergangenheit bereits Anschläge in der multiethnischen Region Dijala verübt, in der die Stadt liegt.

Die Regierung der Provinz rief eine dreitägige Trauerzeit aus. Zum Schutz vor weiteren Anschlägen schloss sie zudem alle Festplätze für die Feiern zum Ende des Ramadan. Die betroffene Region steht zu weiten Teilen unter der Kontrolle des IS. Derzeit versucht die irakische Armee, die westliche Provinz Anbar zurückzuerobern.

Während der Kämpfe zwischen irakischen Regierungstruppen und IS-Extremisten wurden im Irak seit Anfang 2014 nach Uno-Angaben mindestens 15.000 Zivilisten getötet und 30.000 verletzt.

sun/irb/Reuters/AP/dpa