Irak: Neuer Luftangriff - DER SPIEGEL
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Irak Neuer Luftangriff

Flugzeuge der USA und Großbritanniens haben erneut Ziele im Irak bombardiert. Was getroffen wurde, ist umstritten.
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Bagdad - Zwei Parteien, zwei Darstellungen: Amerikanische und britische Kampfflugzeuge haben am Freitag nach Angaben der US-Armee eine irakische Radarstellung im Südosten des Landes bombardiert. Zuvor seien drei Raketen auf patrouillierende Flugzeuge abgefeuert worden. Es war der fünfte Luftangriff in weniger als zwei Wochen.

Nach irakischer Darstellung wurde dagegen eine zivile Einrichtung in Nasirijah in der südirakischen Provinz Si Kar angegriffen. Drei Menschen seien dabei verletzt worden. Dies meldete die irakische Nachrichtenagentur INA unter Berufung auf einen Armeesprecher.

Britische und US-Maschinen fliegen regelmäßig Patrouillen in den seit dem Golfkrieg verhängten Flugverbotszonen über Irak. Dabei kommt es immer wieder zu Zwischenfällen mit der irakischen Flugabwehr. Bagdad erkennt die durch keine UN-Resolution gedeckten Flugverbotszonen nicht an.

Neue Verhandlungen am 4. Juni

Der irakische Außenminister Nadschi Sabri will bei seiner erneuten Gesprächsrunde mit UN-Generalsekretär Kofi Annan am 4. und 5. Juli in Wien unter anderem die Forderung nach einer Aufhebung des UN-Embargos gegen sein Land zur Sprache bringen. Es gehe ihm außerdem um eine Neuordnung der Region und um eine Wiedergutmachung für der Opfer des Golfkrieges, sagte der Minister im irakischen Fernsehen. Die beiden ersten Zusammenkünfte mit Annan vor einigen Wochen hätten nicht ausgereicht, um die jeweiligen Standpunkte der beiden Parteien deutlich zu machen.