Irak: Nukleartechnik verschollen - DER SPIEGEL
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Irak Nukleartechnik verschollen

Die Internationale Atomenergiebehörde macht sich Sorgen wegen Geräten aus irakischen Atomanlagen, die spurlos verschwunden sind. Die Maschinen könnten zum Bau von Atomwaffen verwendet werden, warnte jetzt IAEA-Chef Baradei.
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New York - Die IAEA äußerte sich gestern in einem Bericht an den Weltsicherheitsrat in New York unter anderem besorgt über das Abhandenkommen von technisch hoch entwickelten Fräs- und Schweißvorrichtungen.

Da solche Ausrüstung und Materialien bei der Entwicklung von Atomwaffen eingesetzt werden könnten, sollten alle Länder, die Kenntnis über den Verbleib dieser Gegenstände erhielten, die IAEA informieren, betonte Generalsekretär Mohamed al-Baradei. Die IAEA-Inspektoren verließen den Irak kurz vor dem amerikanischen Einmarsch im März 2003. Seitdem hat Washington die Waffenkontrolle in die eigenen Hände genommen.

Der Irak sei weiterhin verpflichtet, die IAEA halbjährlich über Veränderungen an als relevant eingestuften Stätten auf dem Laufenden zu halten, erklärte al-Baradei. Dies sei jedoch nicht geschehen. Die IAEA sei besorgt über den offenbar umfassenden und systematischen Abbau früherer Atomanlagen und die Räumung von Lagern, die auf Satellitenaufnahmen zu verfolgen seien.