Irak: Raketen auf Bagdad - DER SPIEGEL
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Irak Raketen auf Bagdad

Die schiitische Opposition hat angeblich mehrere Raketen auf den Präsidentenpalast und mehrere Regierungsgebäude in Bagdad abgefeuert. Sie wird vom Iran unterstützt.
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Bagdad - Offiziell hieß es in Bagdad, der Iran stecke hinter der Aggression. Der "Hohe Rat für die islamische Revolution im Irak" erklärte in einer in Kairo vorliegenden Erklärung, man habe jeweils vier Katjuscha-Raketen auf den Republikanischen Palast, das Fernsehgebäude, ein Ministerium und ein Gebäude des Geheimdienstes im Stadtteil Mansur abgefeuert.

Damit habe man das "diktatorische Regime" treffen wollen, hieß es. Der Angriff sei eine Antwort auf den staatlichen "Terrorismus gegen das irakische Volk". Der "Hohe Rat für die islamische Revolution im Irak" ist die größte Oppositionsgruppe im Irak. Sie wird von Teheran unterstützt. Viele ihrer Anhänger leben im iranischen Exil.

Die staatliche irakische Nachrichtenagentur Ina berichtete unterdessen unter Berufung auf einen Regierungssprecher, die Raketenangriffe, bei denen erheblicher Sachschaden entstand, gingen auf das Konto Teherans. Die irakische Regierung verurteile die Angriffe und mache "iranische Agenten" dafür verantwortlich.

Im März waren bei Angriffen iranischer Truppen auf Ziele im Irak sieben Menschen getötet worden. Der Angriff galt damals nach Angaben aus Teheran Stützpunkten der oppositionellen iranischen Volksmudschahedin.

Die irakischen Moslems sind zu etwa zwei Dritteln Schiiten und zu einem Drittel Sunniten, die die Regierung stellen. In den vergangenen Jahren sind mehrere schiitische Geistliche unter mysteriösen Umständen getötet worden.