Irak: Sadr droht US-Truppen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Irak Sadr droht US-Truppen

Schiitenführer Muktada al-Sadr hat seine Anhänger dazu aufgerufen, den Kampf gegen die US-Besatzungstruppen auszuweiten. Amerikanische Truppen attackierten unterdessen ein Büro des radikalen Predigers.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nadschaf - "Wir haben jetzt eine zweite Phase des Widerstands begonnen, und unsere Geduld mit den Besatzungstruppen ist zu Ende", sagte Sadrs wichtigster Berater Kais al-Chasali der Nachrichtenagentur Reuters. Der Aufstand werde auf den ganzen Irak ausgedehnt, weil die Besatzer ihr Vorgehen verschärft hätten und in den heiligen Städten Kerbela und Nadschaf zu weit gegangen seien, sagte Chasali: "Es wird Vulkanausbrüche geben." Bei einem nächtlichen Luftangriff zerstörten die US-Truppen nach schiitischen Angaben Sadrs Büro in Bagdad. Zugleich hätten Soldaten am Boden das Feuer eröffnet, berichtete Sadrs Sprecher Scheich Abdul Hadi al-Darradschi am Montag. Zwei Personen seien getötet und sechs verletzt worden. Gefechte zwischen Besatzungssoldaten und Kämpfern des Schiitenführers waren erst am Wochenende neu aufgeflammt.

In Kerbela südlich von Bagdad kam es am Montag erneut zu Gefechten zwischen US-Truppen und Anhängern Sadrs. Dort eröffneten Angreifer auch das Feuer auf eine bulgarische Patrouille, wie das Verteidigungsministerium in Sofia mitteilte. Verletzt wurde offenbar niemand.

In Kirkuk im Norden des Iraks eröffneten bewaffnete Angreifer am Montag das Feuer auf ein Fahrzeug von Mitarbeitern eines Aufbauprojekts und töteten laut Polizeiangaben einen Südafrikaner, einen Neuseeländer und deren irakischen Fahrer. In der südirakischen Stadt Basra drohte eine bislang unbekannte Gruppe allen Mitarbeitern von ausländischen Firmen mit Entführungen und Anschlägen.

Mehr lesen über