Irak Schiitische Gruppe will Terror bekämpfen
Hamburg - Die Zeitung "al-Bayna", das Sprachrohr der Schiiten-Partei Irakische Hisbollah, schrieb am Dienstag über die angebliche gebildete Anti-Terror-Truppe. "Diese Organisationen werden die Anhänger des Terroristen Abu Mussab al-Sarkawi entführen oder töten, außerdem alle Saddamisten, die in letzter Zeit mit neuen Slogans und Parteinamen wieder aufgetaucht sind". Daneben wollten diese Gruppen "Widerstand leisten", sollten tatsächlich arabische Rechtsanwälte nach Bagdad kommen, um Ex-Machthaber Saddam Hussein zu verteidigen.
Die Zeitung zitierte zudem ein namentlich nicht genanntes Mitglied des inzwischen aufgelösten irakischen Regierungsrats. "Diese Gruppen werden in der nächsten Phase der Säuberung des Landes von denjenigen, die die Sicherheit und Souveränität bedrohen, die natürlichen Verbündeten des Ministerpräsidenten der irakischen Regierung, Ijad Allawi, sein".
Allawi hatte Terroristen und Aufständischen wiederholt mit harten Strafen gedroht, aber auch eine Amnestie für Kämpfer angekündigt, die "nur" Besatzungssoldaten und keine Iraker angegriffen haben. Arabische Medien berichteten am Dienstag, Allawi versucht nun, einen "Kanal des Dialogs" mit den Aufständischen zu schaffen, um einige zur Umkehr zu bewegen.
Die irakische Hisbollah hatte sich in den 80er Jahren in den südirakischen Sumpfgebieten im Untergrund formiert und gegen das Regime von Saddam Hussein gekämpft. Seit dem Sturz des Regimes arbeitet sie als politische Partei, ist jedoch nicht an der Übergangsregierung beteiligt.