Irak Sicherheitskräfte finden 30 Leichen
Bagdad - Die Körper seien an der Hauptstraße im Dorf Mulla Id, rund 60 Kilometer nördlich von Bagdad, entdeckt worden, teilte das irakische Militär heute mit. Über die Identität der Getöteten wurde zunächst nichts bekannt.
Innerhalb einer Woche wurden im Irak damit mehr als hundert Leichen von Menschen gefunden, die mit Schusswaffen oder durch Enthauptungen getötet wurden.
In der Vergangenheit hatten Aufständische wiederholt Gruppen von Irakern entführt, denen sie die Zusammenarbeit mit westlichen Besatzern vorgeworfen hatten. Darunter waren oft Polizeischüler. In Bakuba war es in der Vergangenheit zudem immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten gekommen. Schiitischen Parteien wurde wiederholt vorgeworfen, sie unterhielten Todesschwadronen, die gezielt Jagd auf Sunniten machten.
Bei Kämpfen mit US-Soldaten sind in einer schiitischen Moschee in Bagdad laut Polizeiangaben 22 Menschen getötet worden. Bewaffnete Männer hätten am Sonntag das Feuer auf eine US-Patrouille eröffnet, sagte ein Polizeisprecher. Ein Berater des radikalen schiitischen Predigers Muktada al-Sadr erklärte hingegen, amerikanische und irakische Truppen hätten ohne ersichtlichen Grund zuerst auf die Al-Mustafa-Moschee im östlichen Stadtbezirk Ur geschossen. Die US-Streitkräfte wollten zunächst nicht zu den Angaben Stellung nehmen.
reh/har/rtr/AFP/AP