Irak Sunnitischer Geistlicher erschossen
Bagdad - Unbekannte hätten gestern Abend das Feuer auf den Geistlichen eröffnet, als er aus der Moschee im Bagdader Stadtteil Sadr City kam, wie die Vereinigung muslimischer Gelehrter heute mitteilte. Die Organisation hat schon mehrfach bei der Vermittlung zwischen Geiselnehmern und ausländischen Regierungen geholfen.
US-Streitkräfte fliegen seit heute Morgen offenbar erneut Luftangriffe auf die irakische Rebellenhochburg Falludscha. Der Nordteil der Stadt wurde von schweren Explosionen erschüttert, am Himmel waren US-Kampfflugzeuge zu sehen, meldete die Nachrichtenagenur AP unter Berufung auf Augenzeugen.
Die britische Regierung appellierte unterdessen vor dem Ablauf eines Ultimatums an die Entführer eines Briten und zweier Amerikaner, die Geiselnahme unblutig zu beenden. Außenamtssprecher Dean McLoughlin verlas im Sender al-Arabija eine Erklärung in arabischer Sprache: "Wir bitten eindringlich um jede Information, die zur Befreiung von Kenneth Bigley führen kann." Der Appell wurde mehrfach ausgestrahlt.
Am Samstag hatte die Gruppe Tawid und Dschihad mit der Ermordung der drei Männer gedroht, sollten die von den US-Streitkräften im Irak inhaftierten Frauen nicht binnen 48 Stunden freigelassen werden.