Irak: US-Bürger in Geiselhaft - DER SPIEGEL
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Irak US-Bürger in Geiselhaft

Irakische Geiselnehmer haben erneut einen US-Bürger in ihre Gewalt gebracht. Der arabische TV-Sender al-Dschasira zeigte ein Video, auf dem drei rumänischen Journalisten und eine weitere Person zu sehen sind.
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Washington/Bagdad - Über die Entführung des amerikanischen Staatsbürgers berichtete gestern Abend der Sprecher des US-Außenministeriums, Adam Ereli, in Washington. Weitere Details nannte er nicht. Der Fernsehsender al-Dschasira strahlte zuvor ein Video aus, das die drei im Irak entführten rumänischen Journalisten und eine vierte Person zeigen soll. Ob es sich dabei um den Amerikaner handelte, war zunächst unklar. Rumänische Medien sahen in der vierten Person den Übersetzer der Journalisten.

Die vier werden dem Sender zufolge von einer nicht genannten militanten Gruppierung festgehalten. Sie saßen in einem Zimmer auf dem Boden, eine Decke hing hinter ihnen. Zwei Männer, deren Gesichter vermummt waren, richteten Gewehre auf sie. Eine Frau aus der Gruppe mit einem gelblichen Schal um den Kopf sprach in ein Mikrofon, ein Ton wurde jedoch nicht gesendet. Die Echtheit des Bandes konnte nicht überprüft werden. Nach Angaben von al-Dschasira wurden keine Forderungen erhoben. Die Journalisten wurden am Montag in Bagdad entführt. Einer Journalistin gelang es, die Geiselnahme in einer SMS-Mitteilung an ihr Büro zu melden.

Die rumänische Regierung, die die von den USA geführte Militär-Allianz im Nachkriegsirak mit 800 Soldaten unterstützt, richtete einen Krisenstab ein. Im vergangenen Jahr sind in dem Golfstaat mehr als 150 Ausländer entführt worden. Davon wurden die meisten nach Verhandlungen oder Zahlung eines Lösegelds wieder freigelassen. Etwa ein Drittel der Geiseln wurde getötet.