Irak: US-Oberkommando will andere Taktik - DER SPIEGEL
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Irak US-Oberkommando will andere Taktik

Jüngst noch versuchten US-Politiker, die internationale Gemeinschaft für ein Engagement im Irak zu gewinnen, weil die Besatzungstruppen allein nicht für Sicherheit sorgen können. Nun winkt der Oberkommandierende der US-Bodentruppen ab: kein Bedarf an zusätzlichen Soldaten.
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Bagdad - General Ricardo Sanchez sagte in Bagdad, um die örtlichen Probleme zu lösen, seien mehr Geheimdienstinformationen sowie eine bessere Verbindung zur irakischen Bevölkerung notwendig. Dringend gebraucht würden vor allem mehr irakische Sicherheitskräfte. Wenn man nur mehr US-Soldaten in den Irak entsendet, würden diese die gleiche Arbeit versehen wie die 130.000 Armeeangehörigen an Ort und Stelle, sagte Sanchez.

Sanchez bestritt, dass die US-Armee frühere Geheimdienstmitarbeiter des Regimes von Saddam Hussein rekrutiert hat. Er räumte jedoch ein, dass es Diskussionen darüber gebe.

Die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe unter US-Kommando nannte Sanchez eine überlegenswerte Initiative. "Wir begrüßen jeden, der der Koalition dabei hilft, Sicherheit und Stabilität für den Irak zu bringen", sagte der General. Derzeit unterstützten 29 Länder die alliierten Truppen.

Sanchez gab zu, dass es weiterhin Sabotageakte gegen Ölpipelines und Energieanlagen gibt. Dem wolle man mit dem Einsatz von Luftpatrouillen, alliierten Soldaten und der irakischen Ölpolizei entgegenwirken. Etwa 1000 Personen seien festgenommen worden, weil sie die Sicherheit im Irak gefährdeten, sagte Sanchez. Außerdem seien einige "ausländische Kämpfer" festgenommen worden. Weitere Einzelheiten wollte er nicht nennen.

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