Irak Viele Tote bei Anschlägen
Bagdad - Mindestens 20 Menschen sind am Sonntag bei einem Selbstmordanschlag vor einer Wirtschaftsfachschule in Bagdad getötet worden. Nach Angaben aus dem Innenministerium wurden mindestens 30 Menschen verletzt, als ein Selbstmordattentäter den Sprengstoffgürtel um seinen Körper zündete. Der Anschlag ereignete sich im Osten der irakischen Hauptstadt.
Am Morgen waren bei einem Autobombenanschlag in der Nähe der iranischen Botschaft in Bagdad zwei Menschen getötet und acht verletzt worden. Zudem waren auf einem Marktplatz in einem hauptsächlich von Schiiten bewohnten Viertel im Süden der Stadt mehrere Granaten eingeschlagen, teilte die Polizei mit. Über die Anzahl der Opfer gab es widersprüchliche Angaben.
Kämpfe auch im Iran
Im Nordwesten Irans waren am Samstag bei Kämpfen mit den paramilitärischen Revolutionsgarden 17 Aufständische getötet worden. Die amtliche Nachrichtenagentur IRNA sprach von "konterrevolutionären Elementen". Die Elitetruppen hätten die Rebellen an der Grenze zur Türkei aufgespürt, hieß es laut einer Mitteilung der Revolutionsgarde. In dem Gebiet operieren Mitglieder und Sympathisanten der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK. Vor zehn Tagen waren bei einem Bombenanschlag auf einen Bus der Revolutionsgarden im Südosten des Landes mindestens elf Menschen getötet worden. Zur Tat bekannte sich die radikale Sunnitengruppe Allahs Brigade.
sev/Reuters/AP