Iran: Ahmadinedschad will Atomprogramm ausweiten - DER SPIEGEL
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Iran Ahmadinedschad will Atomprogramm ausweiten

Der iranische Präsident Ahmadinedschad geht weiter auf Konfrontationskurs zur Weltgemeinschaft. Er kündigte eine Ausweitung des Atomprogramms zur Anreicherung von Uran an. Die Vorwürfe, sein Land strebe nach Atomwaffen, nannte er erneut eine Lüge.
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Teheran - Ziel sei die Produktion von Kernbrennstoff für die Stromgewinnung, sagte Mahmud Ahmadinedschad vor Professoren der Universität Teheran. Dafür sei die Ausweitung des Programms gedacht. "Anschuldigungen der Vereinigten Staaten, wonach Iran nach Atomwaffen strebt, sind eine große Lüge", bekräftigte er in einer vom staatlichen Fernsehen übertragenen Ansprache.

Er hoffe, dass Iran bis zu 100.000 Zentrifugen zur Uran-Anreicherung installieren könne. Der Präsident nannte dafür keinen zeitlichen Rahmen, doch könnte dies einige Jahre in Anspruch nehmen. Er bekräftigte seine Haltung, wonach Iran nicht auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie verzichten werde.

US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte heute, zum Streit über das iranische Atomprogramm könne es im Laufe der Woche ein Treffen der Außenminister der fünf Veto-Mächte des Uno-Sicherheitsrates und Deutschlands geben.

Iran hatte am 31. August ein Uno-Ultimatum zum Stopp der Anreicherung verstreichen lassen. Auch auf ein von den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats und Deutschland vorgelegtes Anreizpaket ist das Land nicht eingegangen. Hochangereichertes Uran kann auch für den Bau von Atomwaffen verwenden werden. Zahlreiche westliche Staaten beschuldigen die Regierung in Teheran, heimlich an dem Bau einer Atomwaffe zu arbeiten.

ler/AP/Reuters

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