Iran Ahmadinedschad will über Atomprogramm verhandeln
Teheran - Mahmud Ahmadineschad erklärte seine Gesprächsbereitschaft heute in einer vom Fernsehen übertragenen Rede an die Nation. Iran sei bereit, die wechselseitigen Beziehungen zu diskutieren, um Missverständnisse auszuräumen. Der Westen habe dem Willen Irans nachgegeben.
Allerdings bekräftigte er gleichzeitig den iranischen Standpunkt im Atomstreit. "Wir werden niemals irgendwelche Konzessionen oder Verhandlungen über unser legitimes Recht machen und dem Westen nicht erlauben uns vorzuschreiben, was wir tun oder entscheiden sollen", sagte er in einer im Fernsehen übertragenen Rede in der zentraliranischen Stadt Kaswin.
Der Westen täusche sich, wenn er glaube, dass "die iranische Nation über ihr Schicksal verhandeln wird, denn der Iran wird nicht ein Jota von seinem unanfechtbaren Recht auf eine friedliche Atomtechnologie aufgeben", sagte Ahmadinedschad.
EU-Chefdiplomat Solana hatte der iranischen Regierung am Dienstag einen Kompromissvorschlag überbracht. Das Angebot der fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschlands sieht Anreize für eine Kooperation vor, um Iran zum Aussetzen seiner Urananreicherung zu bewegen - aber auch mögliche Sanktionen. Offiziell wurden bislang keine Details bekannt. Offenbar werden Iran jedoch begrenzte Nuklear-Aktivitäten zugestanden. In Wien will die Internationale Atomenergie- Organisation (IAEO) heute einen neuen Bericht über die Aktivitäten Irans zur Urananreicherung vorlegen.
ler/dpa/reuters/AP