Iran: Innenminister lädt Schäuble ein - DER SPIEGEL
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Iran Innenminister lädt Schäuble ein

Irans Innenminister hat seinen deutschen Amtskollegen Schäuble zu einem Besuch nach Iran eingeladen. Sein Land sei an einer Zusammenarbeit mit Deutschland interessiert.
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Doha - Bei einem Treffen während der Afghanistan-Konferenz in Katars Hauptstadt Doha unterstrich Mostafa Purmohammadi seine Bereitschaft zu jeder Kooperation. Auch bei der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft will Iran laut Innenministerium eng mit Deutschland zusammenarbeiten. Wolfgang Schäuble unterstrich sein Interesse an einem offenen bilateralen Verhältnis und betonte, dass ihm die Sicherheit der iranischen Fußball-Nationalmannschaft besonders am Herzen liege.

Iran betrachte den Terrorismus im eigenen Land ebenfalls als großes Problem, hieß es nach dem Gespräch der Minister. In Iran halten sich nach dortigen Angaben zwei Millionen afghanische Flüchtlinge auf. Auch den Drogenanbau und -handel sowie den Menschenhandel sehe Iran als großes Problem an.

Im Fall des von Iran festgenommenen deutschen Anglers Donald Klein bat der CDU-Politiker Schäuble um eine moderate Behandlung. Der iranische Minister sagte eine Prüfung zu. Der Hochseefischer war im Januar wegen illegalen Grenzübertritts zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die iranische Justiz ermittelt angeblich auch wegen Spionage gegen den Deutschen.

Iran provoziert derzeit die internationale Gemeinschaft, indem das Land an seinem umstrittenen Atomprogramm festhält. Die USA haben sich dafür ausgesprochen, in dieser Frage den Uno-Sicherheitsrat einzuschalten. Vor einer möglichen Verurteilung Irans durch die Internationale Atomenergiebehörde IAEA am kommenden Montag wollen Moskau und Teheran weiter über eine Lösung im Atomkonflikt verhandeln.

hen/dpa