Iran: Keine Kooperation mit Terrornetz - DER SPIEGEL
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Iran Keine Kooperation mit Terrornetz

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Teheran - Iran hat US-Vorwürfe zurückgewiesen, die Interimsregierung in Kabul mit Geld und Waffenlieferungen an die westafghanische Provinz Herat zu schwächen. "Diese Behauptungen sind absurd", sagte Außenminister Kamal Charrasi am Montag in Teheran. Der Wiederaufbau in Afghanistan sei von nationalem iranischen Interesse. "Jeder noch so hohe Preis ist besser als eine unsichere Nachbarschaft", sagte Charrasi. Er betonte zugleich, sein Land unterstütze das Terrornetzwerk al-Qaida in keiner Weise.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und US-Außenminister Colin Powell hatten Teheran in der vergangenen Woche beschuldigt, die Übergangsregierung in Kabul durch die Lieferungen schwächen zu wollen und dem Terrornetzwerk Osama Bin Ladens Fluchthilfe zu leisten.

Irans Führung soll nach US-Angaben den Gouverneur von Herat, Ismail Khan, mit Geld, Waffen und Militärberatern unterstützen. Die strategisch wichtige Provinz liegt an der Grenze zu Turkmenistan und Iran. Sie wird von Khan mit einer eigenen Armee mit bis zu 20.000 Mann beherrscht. Er war im November nach jahrelangem Exil aus Iran zurückgekehrt. Das Misstrauen der Amerikaner wird durch die Tatsache verstärkt, dass der diplomatische Vertreter Irans in der Provinzhauptstadt Herat ein Militäroffizier ist.

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