Iran-Konflikt: Schäuble attackiert Schröder - DER SPIEGEL
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Iran-Konflikt Schäuble attackiert Schröder

Der Vorgang erinnert an die Zeit vor dem Irakkrieg: Bundeskanzler Schröder hat sich gegen ein militärisches Eingreifen der USA in Iran ausgesprochen. Unions-Außenexperte Schäuble kritisierte dies als unverantwortlich.
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Berlin - Wolfgang Schäuble (CDU) warf Gerhard Schröder (SPD) vor, den Atomkonflikt mit Iran für seinen Wahlkampf zu instrumentalisieren. "Der Bundeskanzler erweckt in Teheran den fatalen Eindruck, dass die Weltgemeinschaft nicht mehr geschlossen ist. Damit nimmt er in Kauf, dass die Gefahr einer iranischen Atombombe wächst", sagte Schäuble der Zeitung "Die Welt".

Schröder hatte am Wochenende auf Äußerungen des amerikanischen Präsidenten George W. Bush reagiert. Dieser hatte militärische Optionen gegen Iran nicht ausgeschlossen. Schröder dagegen warnte vor einem militärischen Eingreifen. Schäuble kritisierte, Schröder handle völlig unverantwortlich. "Er tut wider besseres Wissen so, als läge das Problem nicht in Teheran, sondern in Washington", sagte Schäuble. Die Frage einer militärischen Option stelle sich nicht. Ein amerikanischer Präsident könne niemals grundsätzlich militärische Maßnahmen ausschließen.

Der CDU-Außenpolitiker Friedbert Pflüger sagte, für Deutschland gebe es in dieser Frage keine militärische Option. CDU und CSU unterstützten die diplomatischen Bemühungen der Bundesregierung und der EU, Iran von seinem Atomprojekt abzubringen, sagte Pflüger der "Berliner Zeitung". Zugleich warnte er Schröder vor einer Instrumentalisierung des Atomstreits mit Iran. "Schröder soll aufhören, den ernsten Konflikt mit dem Iran zu einem Wahlkampfthema zu machen", forderte Pflüger.