Iran Mehrere Qaida-Mitglieder festgenommen
Teheran - Die Identität der Festgenommenen und ihre Rolle innerhalb der Organisation sei noch nicht geklärt, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid Resa Asefi, am Montag der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Zu den Vorwürfen aus Washington erklärte er, die USA sollten bei ihren Anschuldigungen mehr auf Logik achten. Iran habe das Terrornetzwerk al-Qaida von Anfang an ernsthaft bekämpft und beuge sich dabei keinem Druck von irgendeiner Gruppe.
Außenminister Kamal Charrasi sagte der französischen Zeitung "Le Figaro", der Iran habe sein Bestes getan, Qaida-Aktivisten auszuweisen. "Es gibt keinen Grund für uns, dieser Organisation zu helfen."
Aus US-Regierungskreisen war zuvor verlautet, Geheimdienstinformationen ließen darauf schließen, dass sich Qaida-Angehörige im Iran versteckt hielten. Diese hätten frühzeitig von den Selbstmord-Anschlägen in Saudi-Arabien vom 12. Mai gewusst, bei denen 34 Menschen ums Leben kamen.
Die Zeitung "Washington Post" hatte am Sonntag berichtet, die US-Regierung erwäge, die geistliche Führung im Iran durch die Unterstützung eines Volksaufstandes zu destabilisieren.
US-Präsident George W. Bush hatte Iran gemeinsam mit dem Irak unter Präsident Saddam Hussein und Nordkorea zu einer "Achse des Bösen" gerechnet, die nach Massenvernichtungswaffen strebe und den internationalen Terrorismus unterstütze.