Iran: Rumsfeld schürt Kriegsangst - DER SPIEGEL
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Iran Rumsfeld schürt Kriegsangst

Die Spannungen zwischen den USA und Iran nehmen zu. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld warf der Regierung in Teheran vor, im Irak anti-amerikanische Propaganda zu betreiben. Im Verhältnis zu den europäischen Kriegsgegnern ist Washington dagegen offenbar auf Entspannung aus.
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Washington - Mit scharfen Worten ging Rumsfeld Iran an. Er warf dem Land Feindseligkeit gegenüber den USA und Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Irak vor. Er beschuldigte Teheran in einer Rundfunksendung am Donnerstag, Radiosendungen mit anti-amerikanischer Propaganda in den Irak auszustrahlen. Damit wollten sie die Iraker gegen die Koalitionstruppen aufbringen, sagte Rumsfeld.

Der Minister hatte in den vergangenen Tagen mehrfach Kritik an Teheran geübt und damit Sorge vor einer Eskalation genährt. Auf die Frage, ob die USA einen Krieg gegen Iran planten, antwortete Rumsfeld nur: "Nicht dass ich wüsste."

Unterdessen bezeichnete US-Präsident George W. Bush den bevorstehenden G-8-Gipfel in Evian als Chance für den Dialog mit wichtigen Staats- und Regierungschefs. Es werde kein Gipfel der Konfrontation, sagte Bush der französischen Tageszeitung "Le Figaro" hinsichtlich der Meinungsverschiedenheiten zum Irak-Krieg. In einem Interview des Fernsehsenders France 3 ging Bush konkret auf das Verhältnis zu Frankreich ein: Es sei Zeit, die Streitigkeiten hinter sich zu lassen und zusammenzuarbeiten, etwa im Kampf gegen Aids. Auf die Frage, ob er wütend auf den französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac sei, sagte Bush: "Ich bin nicht wütend, nur enttäuscht."

Bush wird am Sonntag zum Gipfel der sieben führenden Industriestaaten und Russlands in Evian am Genfer See erwartet. Am heutigen Freitag besucht er Polen, am Samstag fliegt er zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach St. Petersburg, wo er auch an den Feierlichkeiten zum 300-jährigen Stadtjubiläum teilnimmt. Von Evian aus reist Bush weiter nach Ägypten, Jordanien und Katar.

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