Iran: Revolutionsgarden warnen US-Marine - DER SPIEGEL
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Nach Einstufung als Terrororganisation Irans Revolutionsgarden warnen US-Marine

Präsident Donald Trump hat die Revolutionsgarden als Terrorgruppe eingestuft. Ein Kommandeur der Elitetruppe reagierte jetzt mit einer Drohung an die USA. Die Lage ist heikel.
Boot der iranischen Revolutionsgarde (Archivaufnahme)
Boot der iranischen Revolutionsgarde (Archivaufnahme)

Boot der iranischen Revolutionsgarde (Archivaufnahme)

Foto: ATTA KENARE/ AFP
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Einen Tag nach der Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation durch das Weiße Haus verschärft sich der Ton Teherans gegen die US-Regierung. "Mr Trump, sagen Sie Ihren Kriegsschiffen, dass sie Booten der Revolutionsgarden nicht zu nahe kommen sollen", schrieb Mohsen Rezaei, ein Kommandeur der iranischen Elitetruppe, laut der Nachrichtenagentur ISNA auf Twitter. Er forderte die US-Marine also auf, Abstand zu den Schnellbooten der Garden zu halten.

Irans Militärführung, der auch die Garden unterstellt sind, drohte den USA ebenfalls: Sie werde mit allen Mitteln gegen das Regionalkommando der amerikanischen Streitkräfte im Nahen Osten kämpfen, teilte sie nach Angaben der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim mit.

US-Präsident Donald Trump hatte mit den Revolutionsgarden am Montag erstmals das Militär eines anderen Landes offiziell als Terrororganisation eingestuft. Eine Reaktion Teherans folgte umgehend. Irans Präsident Hassan Rohani bezeichnete die USA als wahren "Anführer des internationalen Terrorismus". Während die Revolutionsgarden "seit ihrer Gründung" gegen den "Terrorismus kämpfen", hätten die USA versucht, die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gegen die Staaten der Region "zu benutzen", sagte Rohani.

"Wer seid ihr, dass ihr die revolutionären Institutionen zu Terroristen erklärt?", fragte Rohani an die Adresse der USA gewandt bei einer Rede anlässlich des Tages der Atomtechnologie in Iran. "Wer propagiert und fördert heute den Terrorismus in der Welt?" Die Revolutionsgarden unterstützten die syrische und die irakische Regierung gegen die Dschihadisten, betonte der iranische Präsident. Die USA dagegen kämpften nicht gegen die IS-Miliz und versteckten stattdessen ihre Anführer.

Frankreich rief beide Lager zur Mäßigung auf. Eine Eskalation der Spannungen oder eine Destabilisierung der Region müsse verhindert werden, erklärte das Pariser Außenministerium auf Fragen nach dem jüngsten Schritt der USA.

als/Reuters