Weltkulturerbe IS rückt in antike Oasenstadt Palmyra ein
Weltkulturerbe in Palmyra: Verwüsten IS-Terroristen auch diese Stätten?
Foto: JOSEPH EID/ AFPKämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) sind in die Stadt Tadmur eingefallen, in der das Unesco-Weltkulturerbe Palmyra liegt. Die Extremisten kontrollieren nun den nördlichen Teil der Stadt und liefern sich heftige Gefechte mit Anhängern des Regimes von Staatschef Baschar al-Assad. Das melden die Nachrichtenagenturen AFP und dpa unter Berufung auf die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.
Die Organisation sitzt in London und bezieht ihre Informationen von Augenzeugen vor Ort - sie lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Allerdings haben sich die Informationen der Beobachtungsstelle in der Regel als verlässlich herausgestellt.
Die Ruinenstadt Palmyra gehört zu den bedeutendsten antiken Bauten im Nahen Osten. In den ersten Jahrhunderten nach Christus war Palmyra eine Handelsmetropole, heute beherbergt Tadmur unter anderem ein bekanntes Gefängnis für politische Inhaftierte.
Berichten zufolge war die antike Stätte bereits 2012 und 2013 bei Kämpfen beschädigt worden.
Im Nordirak hatten IS-Anhänger im Frühjahr etliche Kulturstätten zerstört, darunter die jahrtausendealte Stadt Nimrud und die Grabungsstätte Ninive. Im Museum von Mossul zertrümmerten sie wertvolle Statuen aus assyrischer Zeit.