Israel Armee darf Häuser platt machen
Jerusalem - Die Richter betonten allerdings, die Demolierung von Häusern sei nur in Kampfsituationen oder im Fall von Lebensgefahr für die Soldaten erlaubt.
Am Samstag hatte das Gericht in einer einstweiligen Verfügung die Zerstörung der Häuser vorerst untersagt. Nach Uno-Angaben sind in den vergangenen Tagen mehr als 1000 Menschen durch die Demolierung ihrer Häuser obdachlos geworden. Nach Darstellung der Armee wurden die Häuser als Teil des Kampfes gegen militante Palästinenser zerstört, die sich in ihnen verschanzt und von dort aus geschossen hatten. Die Palästinenser werfen Israel dagegen vor, die Zerstörung der Häuser sei Teil eines Plans, die Pufferzone an der Grenze zu Ägypten auszuweiten.
In der Nacht zum Sonntag setzte die Armee ihre Luftangriffe auf Büros palästinensischer Organisationen im Gaza-Streifen fort. Bei den Angriffen auf Einrichtungen der Fatah-Bewegung sowie auf das Büro eines radikal-islamischen Wochenmagazins wurden insgesamt vier Palästinenser verletzt.
Am Samstag hatten in Tel Aviv über 100.000 Israelis gegen die Besatzungspolitik demonstriert. Sie forderten Friedensverhandlungen und den Rückzug aus dem Gaza-Streifen.