"Raketen auf Armeestellungen" Israel greift Posten in Syrien an
Hubschrauber sucht nach Resten einer Drohne
Foto: Jalaa Marey / AFPIsraels Armee hat in der Nacht drei syrische Militärposten angegriffen. Es handele sich um die Reaktion auf das Eindringen einer syrischen Drohne in den israelischen Luftraum am Mittwoch, teilte die Armee mit. Wie syrische Staatsmedien berichteten, habe die israelische Luftwaffe "eine Reihe von Raketen auf mehrere Armeestellungen" in der südwestsyrischen Provinz Kuneitra abgefeuert. Es gab keine Berichte zu Verletzten.
Zuvor hatte die israelische Armee mitgeteilt, eine aus Syrien abgefeuerte Drohne mit Hilfe eines Raketenabwehrsystems abgefangen zu haben. In einer Erklärung des Militärs hieß es, das "Patriot"-Abwehrsystem habe das in den israelischen Luftraum eingedrungene Geschoss als Bedrohung gewertet und abgeschossen. Auf Syriens größtenteils von Israel besetzten und annektierten Golanhöhen wurde demnach Alarm ausgelöst.
Seit der am 19. Juni begonnenen Offensive Russlands und Syriens in der südsyrischen Provinz Daraa ist die israelische Armee besonders wachsam. Anfang Juli verstärkte sie die Truppenpräsenz im israelisch besetzten Teil des Golan. Die Luftwaffe nimmt nach eigenen Angaben immer wieder iranische Kämpfer oder Waffenlieferungen an die radikalislamische Hisbollah angegriffen. Die Organisation ist eng mit dem Iran verbündet.
Am Mittwoch wurde Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu von Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Moskau empfangen. Dabei hatte Netanjahu vor der Präsenz des Irans in Syrien gewarnt. Netanjahu hatte den syrischen Partner Russland aufgefordert, auf einen Abzug der iranischen Einheiten aus Syrien hinzuwirken.
Die israelische Armee hat in der Vergangenheit mehrfach Ziele in Syrien attackiert. Dabei handelte es sich meist um iranische Ziele oder Ziele von mit dem Iran verbündeten Gruppen wie der libanesischen Hisbollah-Miliz.