Israel Neues Blutvergießen
Tulkarm - Kampfhubschrauber attackierten im Westjordanland mit Raketen ein Auto in der Stadt Tulkarm: Dabei sei der von Israel gesuchte Fatah-Funktionär Raed el Karmi leicht verletzt worden, teilte ein Krankenhaussprecher mit. Zwei Fatah-Mitglieder im Alter von 19 und 21 Jahren seien getötet worden.
Sicherheitskräfte und Armee hätten gemeinsam El Karmi und Mitglieder seiner Gruppe angegriffen, berichtete die israelische Armee. Sie hätten bis zu drei Raketen auf den Jeep abgefeuert. El Karmi sei für mindestens sieben Anschläge verantwortlich, bei den sechs Israelis erschossen worden seien. In den vergangenen Wochen haben die israelischen Streitkräfte mehrfach gezielt Palästinenser getötet, die Israel für Anschläge verantwortlich macht. Israel war dafür international kritisiert worden. In dem seit fast einem Jahr anhaltenden Aufstand der Palästinenser starben bislang 556 Palästinenser und 157 Israelis.
Der palästinensische Informationsminister Nabil Schaath verurteilte die Tat als "kaltblütigen Mord". Der Angriff könne dem geplanten Treffen Arafats mit Israels Außenminister Schimon Peres schaden, sagte er. Die radikal-islamische Hamas-Bewegung bekannte sich unterdessen zu dem Selbstmordanschlag, bei dem am Dienstag in Jerusalem 15 Israelis zum Teil schwer verletzt worden waren.
-Palästinensische Heckenschützen erschossen später nach israelischen Angaben einen Israeli und verletzten eine israelische Frau durch Schüsse. Der Vorfall habe sich auf einer Straße auf israelischem Gebiet unweit der Grenze zum Westjordanland ereignet, sagte ein Sprecher des israelisches Rettungsdienstes. Die beiden Israelis seien in einem Wagen in der Nähe von Tulkarm unterwegs gewesen. Zu dem Angriff bekannte sich eine bewaffnete Gruppe, die der Fatah-Organisation von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat angegliedert ist.