Südlich von Jerusalem Israelischer Soldat im Westjordanland erstochen
Trauernde Männer an der Fundstelle der Leiche: Der Täter wird noch gesucht
Foto: Hazem Bader/ AFPDer israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu sprach von einer "brutalen Messerattacke": Ein 19 Jahre alter israelischer Soldat ist nach Angaben der israelischen Armee bei einem Anschlag im besetzten Westjordanland getötet worden. Sicherheitskräfte fanden die Leiche des jungen Mannes im Bereich Gusch Etzion südlich von Jerusalem.
Der Körper des jungen Mannes habe mehrere Stichverletzungen aufgewiesen, teilte das Militär mit. Eine Armeesprecherin sagte, das Opfer habe zur Tatzeit zivile Kleidung getragen. Armee, Polizei und Geheimdienst suchten anschließend nach dem Täter. Laut Medienberichten gehen die Sicherheitskräfte davon aus, dass es sich um den Anschlag eines Palästinensers handelt. Als Reaktion auf den Angriff kündigte die Armee die Entsendung weiterer Truppen in das Gebiet an.
Hamas spricht von "heldenhaften Widerstandskämpfern"
Militante Palästinenserorganisationen lobten den Anschlag, bekannten sich aber nicht dazu. Die radikalislamische, im Gazastreifen herrschende Hamas sprach von "unseren heldenhaften Widerstandskämpfern". Israel hatte das Westjordanland 1967 im Sechstagekrieg erobert. Es gehört zu den Gebieten, auf denen die Palästinenser einen eigenen Staat errichten wollen.
Eine Armeesprecherin sagte, bei dem Opfer handele es sich um einen Studenten einer jüdischen Religionsschule (Jeschiva). Er sei noch am Anfang seines Militärdienstes gewesen.
Netanyahu legte am Donnerstag auch den Grundstein für den Bau von weiteren 650 Wohnungen in der israelischen Siedlung Beit El im nördlichen Westjordanland. "Wir haben versprochen, Hunderte von Hauseinheiten zu bauen", sagte er laut einer Mitteilung. "Heute machen wir das, weil wir es versprochen haben, und weil es unsere Mission ist, die Nation Israel in unserem Land zu etablieren, unsere Souveränität über unser historisches Heimatland zu sichern."