Italien: Berlusconi räumt seinen Posten - DER SPIEGEL
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Italien Berlusconi räumt seinen Posten

Nun macht Silvio Berlusconi doch den Weg frei: Nachdem der bisherige italienische Ministerpräsident sich wochenlang hartnäckig geweigert hatte, seine Niederlage bei der Parlamentswahl einzugestehen, hat er nun klein beigegeben. Er kündigte seinen Rücktritt für Dienstag an.
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Rom - Drei Wochen nach seiner Niederlage bei der Parlamentswahl in Italien wolle Berlusconi am Dienstag seinen Rücktritt einreichen, meldet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Berlusconi werde Präsident Carlo Azeglio Ciampi sein Rücktrittsgesuch übergeben. Bislang hatte sich Berlusconi geweigert, seine Niederlage offen einzugestehen.

Berlusconis Nachfolger Romano Prodi hatte heute große Schwierigkeiten, seinen Kandidaten für den Posten des Senatspräsidenten durchzubringen. Im vierten Wahlgang schaffte der Kandidat des Mitte-links-Bündnisses es dann endlich, die erforderliche Mehrheit in der obersten Parlamentskammer zu erringen. Wenige Stunden zuvor hatte sich auch der Kandidat des Mitte-links-Bündnisses für das Amt des Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Fausto Bertinotti, im vierten Durchgang durchgesetzt.

Bertinotti und Marini hatten gestern beide drei Mal die nötige Mehrheit verfehlt. Im Lager des amtierenden Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hatte es danach geheißen, Prodi habe keine Mehrheit im Parlament und könne nicht die Regierung übernehmen. Prodi hatte die Parlamentswahl vor drei Wochen mit einem extrem knappen Vorsprung gewonnen. Seine Anhänger verfügen im Senat nur über eine äußerst knappe Mehrheit von zwei Sitzen.

Die Wahlgänge im Senat wurden gestern immer wieder von tumultartigen Szenen unterbrochen. Es kam zu offenem Streit und Spannungen unter den Senatoren.

ffr/dpa/AFP