Italien: Bossi räumt seinen Posten - DER SPIEGEL
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Italien Bossi räumt seinen Posten

Der schwer kranke Chef der Lega Nord, Umberto Bossi, ist von seinem Amt als Minister für Reformen zurückgetreten. Stattdessen will er sein Mandat im Europaparlament antreten. Die Regierung von Silvio Berlusconi könnte das weiter schwächen.
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Rom - Der 62-jährige Politiker hatte am 11. März eine schwere Herzattacke erlitten und liegt seitdem im Krankenhaus. Für das Europaparlament war er - wie auch Premier Berlusconi für seine Partei - zwar als Spitzenkandidat angetreten, jedoch ohne die eigentliche Absicht, das Mandat anzutreten. Doch auf Grund der Erkrankung entschied sich der Politiker jetzt anders.

Bossi legte auch seinen Parlamentssitz in Rom nieder, daher wird in seinem Wahlkreis in Mailand eine Nachwahl fällig. Nach seiner Herzattacke hatte Bossi wochenlang im Koma gelegen. Er wird seit einiger Zeit in einer Spezialklinik im schweizerischen Lugano behandelt.

Am vergangenen Wochenende hatte Berlusconi ihn im Krankenhaus besucht, um ihn zum Verbleib in der Regierung zu bewegen. Politische Beobachter in Rom gehen davon aus, dass Bossis Rücktritt die Regierung weiter destabilisieren könnte. Die Lega Nord ist die kleinste der vier Parteien, die Berlusconis Mitte-Rechts-Regierung bilden.