Italien: Countdown für den Cavaliere - DER SPIEGEL
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Italien Countdown für den Cavaliere

Um 15 Uhr schließen in Italien die Wahllokale. Bereits gestern gaben zwei Drittel der Wahlbeteiligten ihre Stimme ab. Berlusconi oder Prodi - es wird mit einem knappen Ergebnis gerechnet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Rom - Ministerpräsident Silvio Berlusconi bemühte sich an der Spitze seines Mitte-Rechts-Bündnisses um eine weitere Amtszeit. Herausgefordert wurde er vom ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi. Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stand die schwierige wirtschaftliche Situation des Landes.

Das von Prodi geführte Mitte-Links-Bündnis lag in Umfragen bis Ende März knapp vorn - in den zwei Wochen vor der Wahl dürfen keine Zahlen mehr veröffentlicht werden, um die rund 47 Millionen wahlberechtigten Italiener nicht dadurch zu beeinflussen.

Berlusconis Haus der Freiheiten umfasst 15 Parteien für die Wahl zum Unterhaus. Dazu gehören neben der von dem Medienunternehmer gegründeten Forza Italia die früheren Neofaschisten von der Nationalen Allianz, die Liga Nord und die Christdemokraten. Prodi wird von 17 Parteien des Mitte-Links-Spektrums unterstützt, darunter den Linksdemokraten, die aus der Kommunistischen Partei hervorgegangen sind.

Der 69-jährige Berlusconi steht seit 2001 an der Spitze der Regierung in Rom. Der drei Jahre jüngere Prodi war von 1996 bis 1998 Ministerpräsident und von 1999 bis 2004 EU-Kommissionspräsident.

asc/AP