Jagd auf den Ex-Diktator: Bush will Saddam tot oder lebendig - DER SPIEGEL
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Jagd auf den Ex-Diktator Bush will Saddam tot oder lebendig

US-Präsident George W. Bush ist nach wie vor fest davon überzeugt, dass Saddam Hussein irgendwann gefasst wird. Der frühere irakische Diktator hatte sich zuvor angeblich wieder einmal auf einem Tonband zu Wort gemeldet und gefordert, die "dummen Invasoren" müssten verschwinden.
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Dubai/Washington - Auf die Frage nach der Wichtigkeit einer Ergreifung Saddams sagte Bush dem "Seattle Post-Intelligencer", einen Sieg im Irak mache er daran fest, dass das Land frei und friedlich sei. "Ja, und wir möchten ihn ergreifen oder töten. Und wir werden dies auch zu gegebener Zeit tun", sagte der US-Präsident.

Der arabische Nachrichtensender al-Arabija hatte zuvor ein Tonband ausgestrahlt, auf dem Saddam Hussein angeblich zum bedingungslosen Abzug aus dem Irak auffordert. Die Stimme auf dem Band forderte alle Iraker auf, ihre Angriffe gegen die US-Soldaten zu intensivieren. Es müsse "mit allen Mitteln ein Heiliger Krieg gegen die dummen Invasoren geführt werden".

In den vergangenen Monaten waren wiederholt Tonbänder aufgetaucht, auf denen eine Saddam zugeschriebene Stimme das irakische Volk zum Widerstand gegen die US-geführten Besatzungstruppen aufgefordert hat.

Der Sprecher auf dem Band sagte, falls sich die US-Streitkräfte nicht bedingungslos und so rasch wie möglich zurückzögen, würden sie katastrophale Verluste erleiden. "Euer Rückzug ist unausweichlich, ob heute oder morgen, und morgen wird bald sein", sagte der Mann.

Bush wiederum sagte in dem Interview, die US-Strategie zum Wiederaufbau des Irak und zur Zerschlagung militanter Organisationen in dem Land funktioniere. Dies sei allerdings noch nicht ins Verständnis der Öffentlichkeit vorgedrungen, gab er zu.

Angesicht der fast täglichen Angriffe auf ihre Soldaten und der steigenden Kosten ihres Militäreinsatzes bemühen sich die USA im Uno-Sicherheitsrat derzeit um eine neue Resolution, um ein größeres internationales Engagement im Irak zu erreichen. Vor allem Frankreich, Russland und Deutschland sehen einen dazu von den USA eingebrachten Resolutionsentwurf allerdings als unzureichend an. Am Dienstag wird Bush vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen sprechen.

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