Jemen: Japanischer Konsul mit Messer attackiert - DER SPIEGEL
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Jemen Japanischer Konsul mit Messerstichen verletzt

Auf offener Straße haben sechs Unbekannte im Jemen einen japanischen Diplomaten angegriffen. Er erlitt Verletzungen an Arm und Schulter und wurde in ein Krankenhaus gebracht - laut einem Arzt ist sein Zustand stabil.
Sicherheitskräfte vor dem Krankenhaus: Das Opfer erlitt mehrere Stichwunden
Sicherheitskräfte vor dem Krankenhaus: Das Opfer erlitt mehrere Stichwunden

Sicherheitskräfte vor dem Krankenhaus: Das Opfer erlitt mehrere Stichwunden

Foto: MOHAMMED HUWAIS/ AFP
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Sanaa - Maskierte Männer haben im Jemen einen japanischen Diplomaten überfallen und mit Messerstichen verletzt. Die sechs Täter zerrten den Konsul der japanischen Botschaft in der Hauptstadt Sanaa am Sonntag aus seinem Wagen und attackierten ihn auf offener Straße, wie Augenzeugen und ein Botschaftssprecher berichteten.

Dem Sprecher zufolge war das Opfer außer Lebensgefahr. Der Mann sei an der Schulter und am Unterarm verletzt worden, sagte ein Arzt des deutsch-saudischen Krankenhauses in Sanaa. "Wir werden ihn zur Beobachtung hierbehalten und weiter behandeln, sein Zustand ist stabil", sagte er. Unklar blieb zunächst, ob es sich um einen Entführungsversuch handelte.

Im Jemen kommt es immer wieder zu Überfällen auf Ausländer und Entführungen durch bewaffnete Stammeskämpfer, die damit Konzessionen von der Regierung erzwingen wollen. Erst kürzlich hatte das Bundeskriminalamt vor einer Verschlechterung der Sicherheitslage gewarnt.

Am 6. Oktober wurde ein Leibwächter der deutschen Botschafterin im Botschaftsviertel von Sanaa von Unbekannten erschossen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes hatte er sich offenbar gegen einen Entführungsversuch zur Wehr gesetzt. Anfang Dezember kamen zwei deutsche Entwicklungshelfer bei Anschlägen ums Leben.

sto/AFP/Reuters/AP