Jerusalem: Erste Bombe seit der Waffenruhe - DER SPIEGEL
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Jerusalem Erste Bombe seit der Waffenruhe

Ein Mensch ist in Jerusalem bei der Explosion einer Autobombe leicht verletzt worden. Es ist der erste Anschlag dieser Art seit Ausrufung der Waffenruhe durch Palästinenserpräsident Jassir Arafat vor zwei Wochen. Der Islamische Dschihad bekannte sich zu dem Attentat.
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Jerusalem - Zwei Passanten erlitten einen Schock. Ein Polizeisprecher sagte, der mit Kugeln gefüllte, mittelgroße Sprengsatz sei auf einem privaten Parkplatz im Stadtteil Talpiot im Südosten der Stadt explodiert. Mehrere parkende Autos gingen in Flammen auf.

Der arabische TV-Sender Al Dschasira berichtete, die radikale palästinensische Gruppe Islamischer Dschihad habe sich zu dem Anschlag bekannt. Israel hatte den Palästinensern am Sonntag eine Frist von 48 Stunden gegeben, um Angriffe auf israelische Ziele einzustellen. Andernfalls soll die israelische Armee die Liquidierungen mutmaßlicher Extremisten wieder aufnehmen.

Im Norden Israels ist es am Jahrestag blutiger Unruhen, bei denen im vergangenen Oktober 13 Araber von der israelischen Polizei erschossen wurden, zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Der israelische Rundfunk meldete, Dutzende jugendlicher arabischer Demonstranten hätten eine Polizeistation in der Stadt Nazareth mit Eisenstangen und Steinen angegriffen sowie mehrere Mülleimer in Brand gesetzt. Ein Polizeisprecher sagte, ein Polizist sei von einem Stein am Kopf verletzt worden.

Die israelischen Araber befolgten an dem Gedenktag einen Generalstreik und hielten in verschiedenen Ortschaften Kundgebungen zur Erinnerung an die Toten ab. Arabische Führer hatten die Bevölkerung zuvor dazu aufgerufen, bei den Veranstaltungen Ausschreitungen zu verhindern. Nach den blutigen Ereignissen des vergangenen Jahres hatten die israelischen Araber der Polizei unverhältnismäßige Gewaltanwendung und Rassismus vorgeworfen.

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