Jerusalem: Krawalle am "Tag des Zorns" - DER SPIEGEL
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Jerusalem Krawalle am "Tag des Zorns"

Am "Tag des Zorns" der Palästinenser ist es am Tempelberg in Ostjerusalem zu Auseinandersetzungen gekommen. Israelische Polizei soll das Feuer auf Steine werfende Demonstranten eröffnet haben. Im Westjordanland wurden zwei Palästinenser getötet.
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Jerusalem - In der Nähe von nablus marschierten tausende Palästinenser steinewerfend auf eine nahe gelegene jüdische Siedlung zu. Israelische Truppen eröffneten das Feuer auf die Menge und töteten zwei Palästinenser. Später schossen mehrere Palästinenser auf israelische Sicherheitskräfte.

Bei den Auseinandersetzungen am Tempelberg wurden nach Augenzeugenberichten zehn Menschen verletzt. Der Zusammenstoß ereignete sich nach dem Freitagsgebet, zu dem sich die Palästinenser versammelt hatten. Radikale Palästinensergruppen hatten den "Tag des Zorns" für den heutigen Freitag ausgerufen.

Polizei und Demonstranten trafen am Löwentor der Altstadt aufeinander, das von Ostjerusalem aus auf direktem Weg zum Tempelberg führt. Die Polizei teilte mit, sie habe Hunderte von Steinen mit Gummi ummantelten Geschossen erwidert.

Die israelische Polizei und die moslemische Verwaltung des Tempelbergs hätten Vorkehrungen getroffen, um die Proteste nicht eskalieren zu lassen, berichteten Augenzeugen. Die Polizei habe die Präsenz ihrer Kräfte reduziert. Verwaltungsvertreter hätten versucht, Palästinenser davon abzuhalten, vom Tempelberg aus Steine auf betende Juden an der Klagemauer zu werfen, die Reste eines biblischen Tempels der Juden. Auf dem Tempelberg befinden sich zwei ebenso hoch verehrte Moscheen.

Bei den schwersten Unruhen in den Palästinenser-Gebieten seit vier Jahren sind innerhalb von wenigen Tagen 69 Menschen getötet und mehr als tausend verletzt worden. Nach dem Freitagsgebet vor einer Woche war es zu stundenlangen Ausschreitungen am Tempelberg gekommen.

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