Jerusalem: Tempelberg teilweise gesperrt - DER SPIEGEL
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Jerusalem Tempelberg teilweise gesperrt

Die israelische Regierung hat vor den Freitagsgebeten den Zugang zur Al-Aksa-Moschee in Jerusalem für Palästinenser aus dem Gaza-Streifen und dem Westjordanland gesperrt. Bei einem Anschlag von vermutlich palästinensischen Extremisten sind zwei Israelis ums Leben gekommen.
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Jerusalem - Die Entscheidung für die teilweise Sperrung des Tempelberges fiel nach Angaben der Zeitung "Haaretz" im israelischen Kabinett, obwohl Außenminister Schlomo Ben-Ami, der auch Minister für innere Sicherheit ist, Bedenken angemeldet hatte.

Am sechsten Tag des für die Moslems heiligen Monats Ramadan können damit lediglich Palästinenser aus Ost-Jerusalem am Freitagsgebet vor der Al-Aksa-Moschee teilnehmen. Wie es weiter hieß, würden die Sicherheitskräfte in Jerusalem ab den frühen Morgenstunden in Alarmbereitschaft versetzt und erheblich verstärkt. 3000 Polizisten sollen unter anderem am Eingang zum Tempelberg für Ruhe und Sicherheit sorgen.

Palästinenser: Verstoß gegen internationales Recht

Die palästinensische Autonomiebehörde verurteilte den Schritt. Chefunterhändler Sajeb Erekat sagte, die Entscheidung der israelischen Regierung mache den Belagerungszustand deutlich, unter dem die Palästinenser seit nunmehr zehn Wochen stünden. Außerdem verstoße die Abriegelung der heiligen Stätten gegen das internationale Recht auf freie Religionsausübung.

Ende September hatten die Unruhen in den Palästinensergebieten begonnen, nachdem es auf dem Tempelberg im Anschluss an das Freitagsgebet zu blutigen Ausschreitungen gekommen war.

Anschlag im Westjordanland

Im Westjordanland sind bei einem Anschlag mutmaßlicher palästinensischer Extremisten zwei Menschen getötet worden. Eine Frau starb am Tatort, ein weiterer Mann später im Krankenhaus. Der israelische Rundfunk meldete, Palästinenser hätten nahe der jüdischen Siedlung Kiriat Arba aus einem Fahrzeug das Feuer eröffnet und seien dann unerkannt entkommen.

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