Jewgenija Timoschenko - DER SPIEGEL
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Timoschenko-Tochter Jewgenija "Merkel darf nicht aufgeben"

Die Tochter von Julija Timoschenko fleht Angela Merkel um Hilfe an: Für ihre Mutter, die inhaftierte Ex-Ministerpräsidentin der Ukraine, sei Deutschland "die letzte Chance". Die Kanzlerin solle Druck auf die prorussische Regierung der Ukraine ausüben.
Jewgenija Timoschenko (Archiv): "Deutschland ist letzte Chance für meine Mutter"
Jewgenija Timoschenko (Archiv): "Deutschland ist letzte Chance für meine Mutter"

Jewgenija Timoschenko (Archiv): "Deutschland ist letzte Chance für meine Mutter"

Foto: Filip Singer/ picture alliance / dpa
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Kiew - Im Ringen um die Freilassung der inhaftierten ukrainischen Ex-Ministerpräsidentin Julija Timoschenko hat ihre Tochter Jewgenija Deutschland um Hilfe angefleht. "Ich denke, dass Deutschland die letzte Chance für meine Mutter ist. Kanzlerin Merkel darf nicht aufgeben. Wenn meine Mutter nicht bald frei kommt, wird sie sterben", sagte Jewgenija der "Bild"-Zeitung.

Die Tochter wirbt für das EU-Assoziierungsabkommen und fordert, Deutschland solle Druck auf die Ukraine ausüben. "Es muss in den nächsten Tagen gelingen, dass das Abkommen doch noch zustande kommt. Deutschland spielt da eine entscheidende Rolle", sagte Timoschenko der Zeitung.

Zuvor war im Parlament ein Gesetz gescheitert, das der in Haft erkrankten Oppositionsführerin Julija Timoschenko eine Behandlung in Deutschland ermöglichen sollte. Die EU hatte ein Einlenken in dieser Frage zur Bedingung für ein Abkommen mit der Ukraine gemacht. Die ukrainische Regierung hat das über Jahre ausgehandelte Abkommen mit der EU über engere Zusammenarbeit und freien Handel daraufhin gestoppt.

Am Wochenende demonstrierten Zehntausende Anhänger der Opposition, darunter Boxweltmeister und Politiker Vitali Klitschko, in Kiew gegen die Regierung und für die Freilassung Timoschenkos. Es waren die größten proeuropäischen Proteste seit der Orange Revolution im Jahr 2004.

ade/dpa/AFP