Justiz: Verurteilter Beslan-Terrorist will in Berufung - DER SPIEGEL
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Justiz Verurteilter Beslan-Terrorist will in Berufung

Vor wenigen Tagen war Nurpaschi Kulajew zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nun will der einzige überlebende Geiselnehmer von Beslan das Urteil anfechten.
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Moskau - "Mein Mandant besteht auf einer Berufung gegen das Urteil", sagte der Anwalt des Tschetschenen in der nordossetischen Hauptstadt Wladikawkas. Die Berufungsklage werde laut Gesetz binnen zehn Tagen eingereicht, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Itar-Tass.

Kulajew war am 26. Mai vom Obersten Gericht der Teilrepublik Nordossetien zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er sei des Terrorismus, des mehrfachen Mordes und des Mordversuchs an Sicherheitskräften schuldig, befand die Justiz in Wladikawkas.

"Das Gericht gelangte zu dem Schluss, dass Kulajew wegen seiner Verbrechen die Todesstrafe verdient hätte", sagte der Richter Tamerlan Agusarow. Doch wegen der Aussetzung der Todesstrafe in Russland verhänge das Gericht lebenslange Haft als höchstmögliche Strafe.

Bei der Geiselnahme in Beslan im September 2004 waren 331 Menschen getötet worden, davon 186 Kinder. Nach offiziellen Angaben töteten die Sicherheitskräfte 31 Terroristen, nur Kulajew wurde lebend gefasst. Er hatte im Prozess zwar gestanden, einer der Geiselnehmer gewesen zu sein. Er habe aber niemanden getötet.

asc/dpa