Kaschmir-Massaker : Indien kündigt Vergeltung an - DER SPIEGEL
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Kaschmir-Massaker Indien kündigt Vergeltung an

Die Lage in Kaschmir spitzt sich erneut zu. Nach dem schweren Anschlag pakistanischer Rebellen auf einen Bus und ein Armeelager im indischen Teil Kaschmirs schwört Indiens Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee Rache.
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Jammu - 34 Menschen waren bei dem Anschlag am Dienstag von Muslimextremisten getötet worden. Darunter waren zehn Kinder und elf Frauen. Auch die Attentäter kamen ums Leben. Vajpayee plant nun einen Gegenschlag. "Was in Jammu geschehen ist, ist ein Massaker an Unschuldigen", sagte der Regierungschef im indischen Parlament. "Wir werden Vergeltung üben müssen". Indiens Verteidigungsminister George Fernandes sagte: "Pakistan ist mit Sicherheit an dem Angriff beteiligt."

Gegen wen sich die Vergeltung richten und welche Form sie annehmen werde, sagte Vajpayee nicht. Auch Ferndandes ließ offen, ob die Armee Rebellenstützpunkte auf pakistanischem Gebiet angreifen wird. Die Reaktion Indiens überrascht nicht. Nach einem Überfall auf das indische Bundesparlament im Dezember hatte die Regierung in Neu-Delhi mobil gemacht. Indien und Pakistan zogen an ihrer Grenze rund eine Million Soldaten zusammen.

Die Nachbarländer haben seit ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien 1947 drei Kriege gegeneinander geführt, darunter zwei um die Himalaya-Region Kaschmir, die zwischen den beiden Ländern geteilt ist. Mittlerweile besitzen beide Länder Atomwaffen. Der indische Bundesstaat Jammu und Kaschmir im äußersten Norden Indiens ist der einzige des Landes, in dem Muslime die Mehrheit stellen.