Keine Spur vom Terrorchef: Bin weg - DER SPIEGEL
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Keine Spur vom Terrorchef Bin weg

Die USA beenden die wochenlange Suche nach Osama Bin Laden in Tora Bora. In dem Höhlensystem wurden keine Hinweise auf den Aufenthaltsort des Terroristenchefs gefunden.
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Bagram/Washington - Die Amerikaner wollen in Afghanistan die Suche nach Bin Laden einschränken und sich auf die Zerschlagung des Terrornetzwerks al-Qaida konzentrieren. Die wochenlange Suche nach Bin Laden in der ostafghanischen Höhlenfestung Tora Bora habe keine Anhaltspunkte über dessen Verbleib gebracht, sagte der Oberbefehlshaber des Einsatzes, General Tommy Franks.

Die Durchsuchung des Höhlensystems von Tora Bora werde abgeschlossen, sagte Franks. Nach dem Abzug der US-Soldaten sollen Mitglieder von Spezialeinheiten aber in der Region bleiben, um in Dörfern Erkenntnisse über den Aufenthalt gesuchter Personen zu sammeln und Kontakt zu Stammesältesten zu halten. Die USA warnten Dorfbewohner auf Flugblättern davor, flüchtigen al-Qaida-Kämpfern Zuflucht zu gewähren, berichtet die Nachrichtenagentur AIP. Islamabad gestand den US-Streitkräften laut Franks die Möglichkeit zu, die Suche nach Bin Laden auf pakistanisches Territorium auszuweiten. Elitesoldaten würden sich bereits in Pakistan aufhalten, um sich mit den dortigen Streitkräften abzustimmen.

Das Bombardement geht weiter

Die gezielten Luftangriffe in Afghanistan wollen die USA jedoch fortsetzen. In den vergangenen Tagen richteten sich die Bombardierungen vor allem gegen ein al-Qaida-Lager in Sawar Kili nahe der Stadt Chost. "Wir sind dort noch nicht fertig", sagte Pentagon-Sprecher John Stufflebeem. Am Sonntag flog die US-Luftwaffe 118 Einsätze über Afghanistan, darunter vier Luftangriffe.

Pakistanische Sicherheitskräfte nahmen nach offiziellen Angaben am Wochenende 23 ausländische Kämpfer fest, die von Afghanistan aus die Grenze überqueren wollten. Insgesamt wurden bislang mindestens 350 mutmaßliche al-Qaida-Kämpfer in Pakistan gefasst, darunter mehr als 300 Araber.

Auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram bei Kabul empfing der afghanische Ministerpräsident Hamid Karzai eine Delegation von US-Senatoren. Die Politiker aus Washington sagten der Interimsregierung das fortdauernde Engagement der USA zu. Senator Joseph Lieberman versprach: "Wir werden hier sehr viel länger sein als die Taliban."

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