Kongress: Patt im Senat? - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Kongress Patt im Senat?

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Washington - In dem US-Senat werden nach Informationen des Fernsehsenders MSNBC Demokraten und die Republikaner über je 50 Sitze verfügen. Die Republikaner verloren nach Angaben des Senders ihre bisherige Mehrheit von 54 zu 46 Stimmen. Doch auch bei einer Sitzverteilung von 50:50 würden die Republikaner die Kontrolle über den Senat behalten.

Wenn der republikanische Kandidat George W. Bush zum Präsidenten gewählt wird, ist bei Abstimmungen die Stimme seines Vize-Präsidenten Dick Cheney entscheidend. Der Vize-Präsident der USA ist von Amts wegen auch Präsident und 101. Mitglied des Senates.

Wird der Demokrat Al Gore Präsident, ginge der Senatssitz seines Vizes Joseph Lieberman in Connecticut vermutlich an einen Republikaner. Den Nachfolger Libermans würde der Gouverneur bestimmen, der Republikaner ist. Er würde den Sitz vermutlich an einen Parteifreund vergeben. Im Senat standen am Dienstag ein Drittel der Sitze zur Wahl.

Im Repräsentantenhaus, dessen 435 Abgeordnete am Dienstag gewählt wurden, verteidigten die Republikaner ihre Mehrheit. Die Demokraten hätten sieben Sitze gewinnen müssen, um die Mehrheit in der Kammer zu erzielen.