Kranker Staatschef: "Castro kämpft um sein Leben" - DER SPIEGEL
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Kranker Staatschef "Castro kämpft um sein Leben"

Der Gesundheitszustand des kubanischen Staatschefs Fidel Castro scheint immer noch kritisch zu sein. Der venezolanische Präsident Hugo Chavez, ein Verrauter des Máximo Líder, verglich den Genesungsprozess Castros mit dessen früherer Rolle als Guerilla-Kämpfer.
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Rio de Janeiro - Chavez verglich Castros Bemühungen um Genesung mit dessen Rolle als Guerillaführer in den fünfziger Jahren: "Castro ist wieder in der Sierra Maestra und kämpft um sein Leben", sagte Chavez. Der venezolanische Präsident wies jedoch spanische Medienberichte zurück, wonach der 80-jährige Staatschef Kubas nach drei erfolglosen Operationen mit dem Tode ringe.

Nähere Einzelheiten könne er nicht nennen. "Ich hoffe, er lebt noch weitere 80 Jahre, ich hoffe, er lebt noch hundert Jahre", sagte Chavez, der vor wenigen Tagen fast eine halbe Stunde mit Castro gesprochen habe. Chavez ist ein enger Verbündeter und auch großer Bewunderer Castros.

Ende Juli hatte Castro mitgeteilt, dass er sich einer Notoperation am Darm habe unterziehen müssen. Offiziell wurde seither wenig über seinen Gesundheitszustand bekannt. Spekulationen aus den USA über eine Krebserkrankung wiesen Regierungsbeamte, später auch Chavez zurück. Castro führe dennoch "einen großen Kampf gegen eine ernste Krankheit", sagte er Mitte Dezember.

Laut Berichten spanischer Zeitungen hat sich Castro für eine äußerst riskante Darmoperation entschieden, bei der es zu Komplikationen kam. Daher sei der Gesundheitszustand des seit über 40 Jahren herrschenden Máximo Líders noch immer kritisch. Seine Amtsgeschäfte übertrug Castro seinem Bruder Raul, der auch als Verteidigungsminister amtiert.

bor/AP