Krieg gegen Gaddafi: Nato verstärkt Angriffe in Libyens Westen - DER SPIEGEL
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Krieg gegen Gaddafi Nato verstärkt Angriffe in Libyens Westen

Die Nato intensiviert die Einsätze im Kampf gegen den libyschen Machthaber: Vor allem im von Gaddafi-Truppen beherrschten Westteil des Landes hat das Bündnis nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche zahlreiche militärische Ziele zerstört.
Luftangriff der Nato auf Vorstadt von Tripolis: Vormarsch der Aufständischen unterstützen
Luftangriff der Nato auf Vorstadt von Tripolis: Vormarsch der Aufständischen unterstützen

Luftangriff der Nato auf Vorstadt von Tripolis: Vormarsch der Aufständischen unterstützen

Foto: MAHMUD TURKIA/ AFP
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Tripolis - Der Diktator in Tripolis gerät immer mehr unter Druck: Die Nato hat nach eigenen Angaben ihre Luftangriffe auf den von Muammar al-Gaddafi kontrollierten Westen Libyens ausgeweitet. Mehr als 50 militärische Ziele seien in dieser Woche in der Region zerstört worden, teilte das Militärbündnis am Samstag mit.

Offenbar will die Nato mit ihren jüngsten Angriffen einen Vormarsch der Rebellen im Westen vorantreiben: Ziel der jüngsten Luftschläge waren laut dem Bündnis vor allem Gaddafi-Truppen in Städten und an wichtigen Verbindungswegen. Außer Tripolis sei in den vergangenen Tagen auch die Stadt Gharjan bombardiert worden, die am östlichen Zugang zu den Nafusa-Bergen und an einer Hauptstraße nach Tripolis liegt. Auch in Bir al-Ghanam, einer weiteren strategisch wichtigen Stadt an einer Straße in die Hauptstadt, seien zwei Panzerfahrzeuge getroffen worden.

Auch die Kämpfer Gaddafis konzentrieren sich nun auf die Verbindungswege zwischen den von den Rebellen kontrollierten Gebieten und der Hauptstadt: Nach Angaben der Nato werden Regierungstruppen in Städten an der Küste im Westen des Landes sowie in den Nafusa-Bergen zusammengezogen, mehr als 1,8 Millionen Zivilisten seien dadurch in Gefahr. Daher sieht die Nato ihr Vorgehen durch die Uno-Resolution gedeckt, die Zivilbevölkerung vor den Gaddafi-Truppen zu schützen.

Erst am Freitag hatte der libysche Diktator Nerven gezeigt: Gaddafi drohte mit Terroranschlägen in Europa, sollte die Nato ihre Luftangriffe auf Libyen fortsetzen.

Die Außenministerinnen der USA und Spaniens erklärten am Samstag in Madrid, sie wollten ihre Mission zum Schutz der Zivilbevölkerung fortsetzen und Gaddafi zum Rücktritt zwingen. US-Außenministerin Hillary Clinton sagte, anstatt zu drohen, solle Gaddafi an die Interessen seines Volkes denken und zurücktreten. Die spanische Außenministerin Trinidad Jimenez erklärte, die beteiligten Länder wollten weiterhin Druck auf Gaddafi ausüben, um das Volk zu schützen.

fdi/AFP