Kriegsverbrechen: Verdächtiger Serbe stellt sich - DER SPIEGEL
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Kriegsverbrechen Verdächtiger Serbe stellt sich

Der vom Uno-Kriegsverbrechertribunal gesuchte bosnische Serbe Sredoje Lukic hat sich den Behörden in Bosnien gestellt. Das Gericht in Den Haag hatte ihn bereits vor fünf Jahren wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.
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Belgrad - Der 51-jährige Lukic solle am Mittwoch in die Niederlande überstellt werden, teilte die serbische Regierung mit. Lukics Schritt sei auf die Zusammenarbeit der serbischen und der bosnisch-serbischen Sicherheitsdienste zurückzuführen.

Dem seit mehreren Jahren untergetauchten Lukic werden vom Uno-Tribunal Verbrechen in den Regionen um Foca und Visegrad in Bosnien zur Last gelegt. Er ist der Cousin des ebenfalls als Kriegsverbrecher gesuchten Milan Lukic, der im August in Argentinien festgenommen wurde. Auch er wartet auf seine Auslieferung nach Den Haag.

Die Cousins haben laut Anklage eine paramilitärische Gruppe geführt, die zwischen 1992 und 1994 die Hinrichtung von bosnischen Muslimen "durchgeführt, geplant, angestiftet und befohlen hat".