Krisengipfel: Durchbruch in Scharm al-Scheich - DER SPIEGEL
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Krisengipfel Durchbruch in Scharm al-Scheich

Beim Gipfeltreffen in Scharm al-Scheich haben sich Israelis und Palästinenser auf einen Waffenstillstand geeinigt. Auch die Friedensverhandlungen sollen wieder aufgenommen werden.
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Kairo/Jerusalem - Den Durchbruch nach 20 Stunden bei den Verhandlungen meldete der israelische Rundfunk. Der US-Fernsehsender CNN berichtete unter Berufung auf US-Diplomaten, Palästinenserpräsident Jassir Arafat und Israels Ministerpräsident Ehud Barak hätten sich auf einen Waffenstillstand und die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen geeinigt.

Israel werde seine vorgerückten Truppen aus den Palästinensergebieten abziehen. Die Palästinenser wollten im Gegenzug für Ruhe und Ordnung sorgen. Arafat und Barak seien zu einer öffentlichen Verurteilung von Gewalt bereit. US-Präsident Bill Clinton will angeblich schon in Kürze eine Erklärung abgeben. Clinton hatte Barak und Arafat am ersten Tag des Gipfels beschworen, das Stadium gegenseitiger Schuldzuweisungen hinter sich zu lassen. Nach der jüngsten Eskalation der Gewalt könne man sich keinen Misserfolg leisten. An den Bemühungen um eine Einigung beteiligen sich auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak, Uno-Generalsekretär Kofi Annan und der außenpolitische EU-Koordinator Javier Solana.

In amerikanischen Teilnehmerkreisen wurden die Gespräche als "hart und schmerzhaft" bezeichnet. Ein Hauptstreitpunkt war eine Forderung Arafats, dass eine internationale Kommission die Ursachen der Gewalt untersuchen soll. Israel will nur ein von den USA geleitetes Gremium akzeptieren.

Die Uno-Menschenrechtskommission in Genf nahm am Dienstag Beratungen über die jüngsten Unruhen zwischen Israelis und Palästinensern auf. Die Sondersitzung, die fünfte in der Geschichte des Gremiums, wurde in der vergangenen Woche von der Arabischen Liga beantragt. 47 der 53 Mitgliedstaaten unterstützten den Antrag, lediglich die USA wandten sich dagegen. Israel ist kein Mitglied in der Kommission und lehnt die Sondersitzung als nicht ratsam ab.

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