Kritik des Saddam-Anwalts: "Wie ein Tier auf einer Ausstellung" - DER SPIEGEL
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Kritik des Saddam-Anwalts "Wie ein Tier auf einer Ausstellung"

Der französische Anwalt von Saddam Hussein hat den USA vorgeworfen, den früheren irakischen Despoten schlecht zu behandeln. Die Familie des Ex-Staatschefs werde über seinen Gesundheitszustand außerdem im Unklaren gelassen.
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Paris - Saddam Husseins Angehörige hätten keinerlei Informationen über die körperliche oder seelische Verfassung seines Mandanten, sagte der Anwalt Jacques Verges der Fernsehnachrichtenagentur APTN. Die USA hätten in mehreren Punkten gegen die Genfer Konventionen verstoßen.

Saddam sei behandelt worden "wie ein Tier auf einer Ausstellung", kritisierte der Anwalt im Hinblick auf die Bilder, die nach der Verhaftung des ehemaligen Staatschefs im Dezember veröffentlicht worden waren. Er hoffe, Saddams Fall vor den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag bringen zu können. Weder der Irak noch die USA haben jedoch das Statut des IStGH ratifiziert.

Verges hatte zuvor mitgeteilt, ein Neffe Saddams habe ihn im Namen der Familie mit der Verteidigung beauftragt. Der Anwalt vertrat in der Vergangenheit unter anderen Gestapo-Chef Klaus Barbie. Außerdem soll er den wegen Völkermords angeklagten früheren Spitzenfunktionär der kambodschanischen Roten Khmer, Khieu Samphan, verteidigen.

Für einen Prozess gegen Saddam Hussein gibt es noch keinen Zeitplan. Der gestürzte irakische Präsident wurde von US-Truppen am 14. Dezember gefangen genommen. Wo er festgehalten wird, ist nicht bekannt.

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